Trouvailles

«Allmählich beginne ich zu erkennen, wie man reisen soll um Nutzen daraus zu haben. Am meisten hat man sich von der Sucht zu hüten, alles sehen zu wollen, (...); wenig sehen und dies gründlich zu studieren, das ist das Wahre.»

Der 21-jährige Architekt Friedrich Bluntschli (1842-1930), Poly-Student, nach einer Studienreise (1863. Zu Fuss über den Gotthard) in das Tessin und nach Mailand. Zitiert nach: Hans Bluntschli, „Lehr- und Wanderjahre des Architekten Alfred Friedrich Bluntschli, 1842-1930“, in: 109. Neujahrsblatt der Gelehrten Gesellschaft, Zürich/Baer & Co, 1946, S.23.

«...denn in der Architektur ist es wie in der Musik:  Am Ende zählt nur, was der Besucher wahrnimmt. Der Rest ist Geschichte.»

Der Architekt und Wissenschaftler Thomas Herzog (*1941, München) im Kommentar am Schluss seines Artikels „Die Grenzerfahrung“ (zur neuen Elbe-Philharmonie von Herzog & De Meuron > „Träumen und dranbleiben“) in: „Hochparterre“, Zürich, Nr. 1-2/2017, S.37.

«Ich frage mich, ob eine Erinnerung etwas ist,
das man hat, oder etwas, das man verloren hat.»

18 Zitate vom über 80jährigen Woody Allen (*1.12.1935). Zusammengestellt von Malena Ruder (Red.Leitung „Z“). NZZ-Beilage „Z Zeitgeist“ vom September 2015, S..51.

«Kulturelle Veranstaltungen sind enorm wichtig. Sie führen Menschen zusammen, die sonst alle ihre eigenen Wege gehen und in ihrem Milieu verwurzelt sind.»

Martin von Aesch, Lehrer in Schlieren. In: "Daheim, eine Reise durch die Agglomeration"; Verlag NZZ, Zürich 2013; S.171

Wie das Nebeneinander verschiedener Generationen sind auch geringste kulturelle Austauschzonen zwingende Voraussetzungen für ein nachhaltiges Funktionieren einer, wenn auch kleinen, städtebaulichen Setzung.

«Bauen ist elementar, wie essen und trinken. Es konditioniert unser Leben, (...).»

Otti Gmür (1932-2015), im Gespräch mit Axel Simon, Dez. 2014. Aus: «Nicht die beste Gesellschaft», in HOCHPARTERRE 3/15, S.71

«Wie jede Kunst befasst sich Architektur im​ Wesentlichen mit Fragen der menschlichen Existenz in Raum und Zeit; sie drückt aus und erzählt, wie es sich mit dem menschlichen Dasein in der Welt verhält.»

Juhani Pallasamaa (*1936), finnischer Architekturtheoretiker in: «Die Augen der Haut. Architektur und die Sinne.», Atara Press, Los Angeles, 2013, S.21.